Allgemein, Infostandberichte

4. April 2018 – Leere Versprechungen

Heute berichten uns die Menschen erneut von der bedrückenden Abschiebepraxis. Mehrmals pro Woche würde die Polizei kommen, um eine oder mehrere Personen abzuholen. Mittlerweile seien fast alle, die Fingerabdrücke in anderen EU-Staaten haben abgeschoben worden.

Laut den Menschen habe sich die Situation im Lager kaum verbessert. Essen gäbe es immer noch nur ein einziges Mal am Tag und es sei zudem sehr eintönig. Der Zugang zum Internet sei ebenfalls nur begrenzt möglich, weil nur in einem kleinen Teil des Areals Wlan-Empfang sei. Auch bei der Schulbildung der Kinder seien keine Verbesserungen eingetreten. Die Menschen sprechen von leeren Versprechungen, die ihnen immer wieder gemacht werden.

Die Menschen berichten uns ebenfalls von der Willkür, die bei der Vergabe der Arbeitserlaubnis bestünde. Sie dürfen nur dann Arbeiten, wenn es die Ausländerbehörde gestattet. Ob eine Gestattung erteilt oder abgelehnt wird hinge immer von einzelnen Sachbearbeiter_Innen ab.