Allgemein, Infostandberichte

19. September 2018 – An Schlaf ist noch immer nicht zu denken

Die für Oktober angekündigte Bargeldreduzierung hat schon begonnen: Die Geflüchteten haben nur den reduzierten Betrag von 102 € ausgezahlt bekommen. Gutscheine für Kleidung und Schuhe haben sie jedoch bislang nicht erhalten.

Transfer in eine Gemeinschaftsunterkunft, weg von den gefängnisähnlichen Zuständen hin zu einem etwas selbstbestimmteren Leben bleibt eines der wichtigsten Themen. Wieder wird uns berichtet, dass im Abschiebelager an Schlaf nicht zu denken ist. Ein Mensch fragt, warum er mit seiner Familie nach 16 Monaten immer noch im Ankerzentrum leben muss, obwohl die Frist für Familien doch angeblich 6 Monate sei. Es gibt verschieden mögliche Antworten, so könnte der Asylantrag der Familie als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt worden sein – dann gilt die 6 Monatsfrist z.B. nicht. Oder das Zimmer der Familie könnte zur GU (Gemeinschaftsunterkunft) umbenannt worden sein. Aber wie immer erfahren die Menschen nichts.

Weiter wird uns berichtet, dass wieder ein Geflüchteter aus Äthiopien aufgegeben hat und der sogenannten freiwilligen Ausreise zugestimmt hat. Das macht seine Freunde und Freundinnen sehr betroffen, denn sie wissen, in welche Zustände er zurückkehrt.