Allgemein, Infostandberichte

18. Dezember 2019 – Von Ämtern und Abschiebungen

Wie schon oft berichtet, wurde uns heute auch wieder von der „unfreundlichen“ Lagerleitung erzählt, die kein ernsthaftes Interesse an den Anliegen der Geflüchteten habe. Vielmehr sei sie sehr darauf bedacht, dass so wenig wie möglich von dem, was im Lager geschieht, nach außen dringt.

Intransparenz gegenüber der Öffentlichkeit und vor allem gegenüber der Geflüchteten sind, wie vorhergegangene Berichte zeigen, nichts Neues. Auch heute erzählte uns ein Geflüchteter von dem Vorfall im Sozialamt von dem wir vor zwei Wochen berichteten. Es entwickelte sich ein längeres Gespräch über die Vorgehensweisen der Behörden bei Abschiebungen. Für uns schien es so, als ob es für ihn gar nichts Neues wäre, dass vor dem Sozialamt die Polizei warten kann. Es ist eben so, sagt er, wie dies auch bei Terminen in der Ausländerbehörde oder im BAMF vorkommen kann. Jederzeit kann die Polizei vor dir stehen und dich mitnehmen. Tatsächlich würden sich viele nicht mehr trauen solche Termine wahrzunehmen, da die Angst dort mitgenommen zu werden zu groß ist.

Abschiebungen von BAMF oder aber Ausländerbehörden sind tatsächlich nichts Neues und werden so schon seit Jahren vorgenommen. Es ist also kein Wunder, wenn es Geflüchteten schwer fällt Mitarbeiter*innen dieser Ämtern zu vertrauen.

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