Allgemein, Infostandberichte

02. Januar 2020 – Bajuwarenstraße

Heute sind wir wieder einmal vor dem Abschiebelager in der Bajuwarenstraße. Aber da es sehr kalt ist, verlassen wenige Menschen das Gelände. Nur die, die Termine bei den dort zentralisierten Ämtern haben, kommen dorthin. Über die Feiertage und zu Jahresbeginn ist es selbst im Abschiebelager relativ ruhig. Aber das darf nicht täuschen, denn die Abschiebemaschinerie wird ab nächster Woche wie gewohnt anlaufen. So gab es zum Beispiel in Bayern im ersten Halbjahr 2019 5,8 Prozent mehr Abschiebungen als im Vorjahr. Dass in Bayern die Zahl der Abschiebungen auch in diesem Jahr erhöht werden soll ist gesetztes Ziel der Regierung.

Während der Kundgebung werden wir heute öfter von Passant_innen angesprochen. Wir erhalten viel Zustimmung – ein Mensch fragt uns, ob wir hier unseren Neujahresvorsatz umsetzen. Nein, denn wir haben keinen Vorsatz, sondern eine politische Haltung: Stop aller Abschiebungen, Schließung der Abschiebelager in Regensburg und ganz Deutschland. Wir werden es nicht hinnehmen, dass das Abschiebelager in Regensburg allmählich zum Normalzustand in der Stadt wird, dass es als gegeben hingenommen wird, dass Menschen in gefängnisähnlicher Struktur isoliert
werden, um sie dann ohne Protest abschieben zu können.

In diesem Sinne wünschen wir euch und uns ein kämpferisches Jahr 2020!

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