Allgemein, Infostandberichte

31. März 2021 – Nach der Quarantäne ist vor der Quarantäne

Heute dreht sich am Infostand eigentlich alles um die jüngste Quarantänemaßnahme im Lager. Nachdem einige Geflüchtete positiv auf SARS-Cov19 getestet wurden, stand erneut das gesamte Lager unter Quarantäne. Durch weniger als eine Hand voll Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizierten, mussten also hunderte Menschen im Lager bleiben und durften dieses ganze 20 Tage nicht verlassen.

Zwanzig Tage hatte es gedauert bis die Maßnahme aufgehoben wurde. Neben Verständnis für auch einschneidende Maßnahmen zum Schutze aller macht sich am Infostand jedoch großes Unverständnis breit. Es könne doch nicht sein, dass so viele Menschen so massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, nur weil es in einem Lager (das für mehrere hundert Menschen ausgelegt ist) einige wenige Infektionen gibt. Sie seien doch nicht schuld daran.

Wir sprechen viel über dieses Thema. Die vergangenen Wochen scheinen den Anwesenden immer noch zu schaffen zu machen. Wir erzählen den relativ neu in Regensburg lebenden vom vergangenen Jahr und von der ersten Welle, in der exakt dasselbe passierte. Massive und überzogene Maßnahmen gegen alle bei Covid-19 Fällen im Lager.

Am Vorgehen der Regierung in Sachen Infektionsschutz in Lagern hat sich also nach über einem Jahr Pandemie nichts geändert. Statt dezentraler Unterbringungen, weiterhin Massenunterkünfte und Komplettlockdowns dieser. Entgegen jedweder Vernunft. Entgegen jedweder Forschung und Studien, welche schon letztes Jahr die Katastrophe, welche die Massenlager namens Ankerzentren darstellen, sogar empirisch belegbar machen.

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