Allgemein, Infostandberichte

30. März 2022 – Zweierlei Maß

Bei unserer Kundgebung heute kommt das Gespräch unter anderem auf die
Geflüchteten aus der Ukraine. Im Lager läuft ein Miteinander oder
Nebeneinander, die Menschen treffen sich hauptsächlich bei der
Sammelverpflegung. Bei der Unterbringung sprechen sie davon, ob sie im
„Afrikahaus“ oder im „Ukrainehaus“ leben.
Was den Geflüchteten aus anderen Ländern aber unverständlich ist, ist
dass Menschen aus der Ukraine sich im Gegensatz zu ihnen in Deutschland
frei bewegen können. Dass sie selbst entscheiden können, ob sie im
Ankerzentrum oder zum Beispiel bei ihrer Familie unterkommen.


Die Menschen, die heute zu uns kommen, sind auch noch nicht lange in
Deutschland. Sie kämpfen aktuell meist gegen ihre Dublinabschiebung in
verschiedenste Länder. Manche von ihnen haben Familie in Deutschland und
möchten wenigstens in diesen Städten untergebracht sein. Aber natürlich
nicht möglich! Manche von ihnen haben um einen Besuch bei ihrer Familie
bei der Regierung angefragt. Deren Antwort war, dies sei nicht erlaubt:
Glatte Lüge!

Wir als BgA befürworten die unkomplizierte Aufnahme der Menschen aus der
Ukraine. Was wir soeben erleben, zeigt uns, dass es möglich ist,
geflüchtete Menschen in Deutschland selbst entscheiden zu lassen, an
welchem Ort sie ankommen möchten. Es zeigt uns, dass es möglich ist,
Menschen in einem Aufnahmeverfahren schnell und unkompliziert das
Ankommen zu erleichtern. Und sie dann entscheiden zu lassen, ob sie
Unterstützung bei der Suche nach einer Unterkunft brauchen oder schon Kontakte hier haben.

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