Allgemein, Infostandberichte

13. April 2022 – Transparenz nicht gewünscht

Bei der heutigen Kundgebung erzählen uns Frauen von dem neuen Gebäude in
der Guerickestraße. Für sie sei es besser dort im Erdgeschoss untergebracht zu sein als in der Zeißstraße. Im ersten Stock seien Familien. Sie sind meist zu Dritt im Zimmer und es gäbe auch eine Kochküche.

Von der Zeißstraße berichten uns Geflüchtete, dass momentan weiterhin keine Abschiebungen stattgefunden hätten, da die Menschen nach wie vor recht schnell umverteilt werden. Am Infobrett hängen die sogenannten Transferlisten, d.h. die Namen derer, die zur Umverteilung anstehen. Aber im Gegensatz zu früher wird den Betroffenen nicht mehr mitgeteilt wohin sie umverteilt werden. Weder Ort noch Adresse stehen auf der Liste. Und auch auf Nachfragen wird behauptet, dass das nicht bekannt sei. Das bezweifeln wir stark, dass die Regierung nicht weiß, in welche GU die Geflüchteten gebracht werden. Wir vermuten, dass sie sich lästige Diskussionen sparen möchte. Denn natürlich haben Geflüchtete immer wieder Wünsche angemeldet oder gegen zukünftige Aufenthaltsorte protestiert. Aber nicht einmal diese Transparenz wird ihnen mehr gegeben, stattdessen werden sie abgeholt und an einen unbekannten Ort gebracht. Das ist eine unwürdige Behandlung und gleicht eher dem Transport von Gefangenen,
aber selbst diese wissen meist, in welches neue Gefängnis sie gebracht
werden.

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